Das Klageverfahren | Nds. Arbeitsgerichtsbarkeit
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Das Klageverfahren

Die Klage wird durch ein einfaches Schreiben in dreifacher Ausfertigung an das Gericht erhoben. Sie muss angeben:

  1. wer Kläger und wer Beklagter ist - jeweils mit vollständigem Namen und vollständiger Anschrift (keine Postfachadresse)
  2. was genau von dem Beklagten gefordert wird
  3. woraus sich die Klage begründet

Zur Begründung der Klage sollen die erforderlichen Belege in Kopie beigefügt werden.

Will man die Klageschrift nicht selbst formulieren, kann die bei jedem Arbeitsgericht eingerichtete Rechtsantragstelle dabei helfen. Dieser sollen die erforderlichen Unterlagen in ausreichender Anzahl kopiert mitgebracht werden. Die Rechtsantragsstelle hilft nur beim Formulieren der Klage, sie gibt keinerlei Rechtsauskünfte und erteilt keine Rechtsberatung.

In der I. Instanz vor dem Arbeitsgericht kann sich jede Partei selbst vertreten. Sie benötigt keinen Rechtsanwalt, dessen Beauftragung sich aber oft als sinnvoll erweist, vor allem bei tatsächlich oder rechtlich schwierig gelagerten Fällen. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände gewähren ihren Mitgliedern in der Regel Rechtsschutz und vertreten diese durch eigene Prozessvertreter.

Geht es ausschließlich um finanzielle Ansprüche, so kann es der kostengünstigste Weg sein, zuerst ein gerichtliches Mahnverfahren einzuleiten.

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Justizkommunikationsgesetz

(In Kraft seit 01.04.2005) ermöglicht Einreichung von Klagen etc. auf elektronischem Weg, z.Z. bei den Arbeitsgerichten nicht möglich

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